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MADRID/LONDON/PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein großangelegter Umbau des Telekomkonzerns Telefonica ist bei den Aktionären der Spanier am Donnerstag gut angekommen. So will sich Telefonica künftig auf nur noch vier Kernmärkte konzentrieren. Die Papiere rückten daraufhin an der EuroStoxx-Spitze um 1,5 Prozent vor auf ein Hoch seit zwei Wochen.

Analysten zogen ein positives Fazit von den Plänen der Spanier, die eine Abspaltung des Geschäfts im spanischsprachigen Teil Lateinamerikas planen. Mit den Maßnahmen sollen bis 2022 mehr als zwei Milliarden an zusätzlichen Erlösen erzielt und die operative Marge erhöht werden. Goldman-Analyst Michael Bishop rechnet mit positiven Auswirkungen auf die Kapitalrenditen. Dies sei vorteilhaft in dem derzeit schwierigen operativen Umfeld.

Anleger von Vodafone reagierten am Donnerstag derweil wenig erfreut. Die Aktie fiel zwar hauptsächlich bedingt durch eine ausgezahlte Zwischendividende um 3,7 Prozent. Aber auch darum bereinigt lag der Abschlag über dem Branchenschnitt. Händlern zufolge belasteten Sorgen wegen erstarkter Konkurrenz. So will sich Telefonica neben Brasilien künftig auf Spanien, Großbritannien und Deutschland konzentrieren - Länder, die auch bei den Briten zu den Kernmärkten zählen.

Tags zuvor erst waren Gerüchte über einen erwogenen Zusammenschluss von Orange und der Deutschen Telekom aufgekommen, die allerdings von den Franzosen zurückgewiesen wurden. Die Telekom- und Orange-Papiere fielen am Donnerstag um jeweils 0,3 Prozent./tih/men/mis