Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Die Corona-Fallzahlen steigen, die Aktienmärkte knicken ein, so Markus Bußler vom Online-Anlegermagazin "Der Aktionär".

Und obwohl zahlreiche Analysten die Meinung vertreten würden, der Goldpreisanstieg im laufenden Jahr sei vor allem Corona geschuldet, gerate auch der Goldpreis (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) heute deutlicher unter Druck. Nachdem sich Gold in den vergangenen Tagen gut habe behaupten können, sei Gold unter die Marke von 1.900 Dollar gerutscht. Die Frage sei: Wiederhole sich der All-Asset-Crash aus dem März dieses Jahres?

Um diese Frage zu beantworten, müsse man sich klarmachen, dass man im März dieses Jahres vor allem einen Liquiditätscrash gesehen habe. Anleger hätten alle Assets verkauft, die liquide gewesen seien, um Löcher zu stopfen, die sich teils durch Margin Calls aufgetan hätten. Dabei habe es keine Rolle gespielt, ob es auf den ersten Blick sinnvoll gewesen sei, sich von diesen Anlagen zu trennen. Cash sei Trumpf gewesen. Der große Profiteur dieser Bewegung sei der US-Dollar gewesen, der an Wert habe zulegen können. Aktuell sehe man erneut eine Stärke des Dollar verbunden mit einem Abverkauf quer über alle anderen Asset-Klassen hinweg. Aktien, Gold, Silber und auch die zuletzt deutlich gestiegen Kryptowährung Bitcoin müssten Einbußen hinnehmen.

Sehe man also das gleiche Szenario wie im März dieses Jahres? Sicher sei die Angst da, dass wieder ein solcher Einbruch stattfinde. Alleine diese Angst dürfte Anleger dazu veranlassen, sich auch aus ihren Positionen bei den Edelmetallen zu verabschieden - der aktuelle Rutsch dürfte zudem den einen oder anderen Stoppkurs ausgelöst haben. Charttechnisch sei der Goldpreis jetzt angeschlagen und das Edelmetall befinde sich auf dem Weg zu einem neuen zyklischen Tief. Allerdings spreche aktuell kaum etwas dafür, dass sich Gold tatsächlich noch einmal dem März-Tief annähern werde. Der Bereich rund um 1.820/1.800 Dollar sei ein plausibles Korrekturziel. Vorher hätten die Bullen noch die Chance im Bereich von 1.850 Dollar ein Doppeltief einzuziehen. (28.10.2020/ac/a/m)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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