Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die inverse Beziehung zwischen Dollar-Index und Goldpreis sind schon lange kein Geheimnis mehr, so Salah-Eddine Bouhmidi, Head of Markets bei IG.

Daher wundere es auch nicht, dass der Goldpreis unter der zunehmend kämpferischen Haltung der FED leide, die rascher zu einer strengeren Geldpolitik zurückkehren möchte, als viele Marktteilnehmer dies erwartet hätten. Allerdings müsse die FED bei diesem Vorhaben die realwirtschaftliche Entwicklung genau im Blick behalten. Das Schicksal des US-Dollar werde daher vor allem von den amerikanischen Wachstums-, Beschäftigungs- und Inflationsdaten abhängen. Für langfristig orientierte Anleger könnte das aktuelle Preisniveau eine günstige Einstiegschance bieten.

Kupfer scheine seinen stark bullischen Ausblick auch mittel- und langfristig beizubehalten. Seit dem Tiefpunkt im März 2020 sei der Preis des roten Metalls in der Spitze um 150% gestiegen. Auch wenn fundamental vieles für weiter steigende Notierungen spreche, sorge die Ankündigung Chinas, "unbezahlbare Rohstoffpreise zu verhindern" und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, für große Unsicherheit. China mache als größter Importeur rund 50% der globalen Nachfrage aus. Dies könnte die Preise zwar kurzfristig unter Druck bringen, doch langfristig dürften das fundamental bedingte knappe Angebot gepaart mit dem durch zahlreiche Zukunftstechnologien bedingte rasche Nachfrageanstieg für weiter steigende Notierungen sorgen. (29.07.2021/ac/a/m)