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Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen MINI (ISIN DE000MC1ELW2 / WKN MC1ELW) von Morgan Stanley auf die Aktie von Nel (ISIN NO0010081235 / WKN A0B733) vor.

Der Brennstoffzellen-Industrie werde seit langem eine große Zukunft bescheinigt, doch der Durchbruch sei bislang ausgeblieben. Weltweit seien 2018 laut dem Beratungsunternehmens E4tech 74.000 Brennstoffzellen-Systeme ausgeliefert worden, was einer elektrischen Leistung von zusammen etwas über 800 Megawatt entspreche. "2018 gab es zwar weiterhin kein exponentielles Wachstum, dennoch war es ein gutes Jahr für die Brennstoffzellenbranche", erkläre Franz Lehner, Managing Consultant bei E4tech.

Für das laufende Jahr mache die Konjunkturumfrage der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen Hoffnung: Mit dem erfolgreichem Abschluss der Restrukturierungen und deutlichen Steigerungen im Zulieferbereich sollte sich der Umsatz in Deutschland fast verdoppeln und die Branche wieder zurück auf den Wachstumspfad kommen.

Auch international seien neue Impulse in Sicht: "Japan, Korea und China haben ihre Ambitionen bekräftigt und wichtige neue Akteure, insbesondere auch Automobilzulieferer aus Europa, investieren in Fertigungskapazitäten für Brennstoffzellen, um am erwarteten Wachstum teilzuhaben", sage Lehner. Die Branche befinde sich in einem rasanten Wandel, der auch 2019 andauern werde.

An der Börse hätten die Brennstoffzellen-Aktien in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Auslöser sei die Meldung des Automobilzulieferers Bosch gewesen, in den Markt einsteigen zu wollen. Zur Weiterentwicklung und Produktion von so genannten "Stacks" seien die Deutschen eine Kooperation mit dem schwedischen PowerCell-Konzern (ISIN SE0006425815 / WKN A14TK6) eingegangen. Bosch werde in Lizenz die neue Technik für den weltweiten Automotive-Markt in Serie fertigen. Der Stack, der als Herzstück Wasserstoff in elektrische Energie wandle, ergänze das Portfolio des Zulieferers an Brennstoffzellen-Komponenten und solle spätestens 2022 auf den Markt kommen. Für Bosch liege im Geschäft mit mobiler Brennstoffzellentechnik langfristig Potenzial in Milliardenhöhe. Bis 2030 würden nach Schätzung des Unternehmens bis zu 20 Prozent aller Elektrofahrzeuge weltweit mit Brennstoffzellen angetrieben, wobei der Konzern das größte Potenzial im Bereich Nutzfahrzeuge sehe.

Die Nachricht habe die PowerCell-Aktie explodieren lassen - kein Wunder: Die Kooperation könnte den Brennstoffzellen-Spezialisten in eine neue Umsatz- und Ergebnisdimension hieven. Daher könnte die Rally noch weitergehen, jedoch sollten sich nur sehr risikobereite Anleger in Turbo-Zertifikaten (ISIN DE000MC1FRD6 / WKN MC1FRD) engagieren, wie sie beispielsweise Morgan Stanley im Angebot hat.

Noch nicht ganz so stark gelaufen sei die Aktie von Nel Hydrogen. Das Unternehmen stelle seit fast 100 Jahren Elektrolyseure - Geräte zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff - sowie Wasserstoff-Tankstellen her. Für große Fantasie sorge eine Kooperation mit dem US-Startup und Tesla-Konkurrenten Nikola Motor. Vor wenigen Wochen habe dieser einen Großauftrag über 800 mit Wasserstoff betriebene LKWs vom Getränkehersteller Anheuser-Busch ergattert. Die notwendige Infrastruktur zur Wasserstofferzeugung und -betankung stelle Nel Hydrogen bereit. In Summe handle es sich dabei um den bisher größten Wasserstoff-Auftrag, das Volumen werde auf insgesamt bis zu 1,5 Mrd. Dollar geschätzt. Gelinge das Projekt, dürften schon bald Folgeaufträge winken. Mit einem MINI von Morgan Stanley seien Anleger gehebelt dabei. (Ausgabe 18/2019) (09.05.2019/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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